Musik dient nicht mehr nur der Unterhaltung. Immer mehr setzt sie sich auch als alternative Behandlungsmethode für Depressionen und Angstzustände durch. Finde heraus, wie Musik dir durch schwierige Zeiten helfen kann und dein Selbstwertgefühl verbessert.

Schon gewusst?  

Von Natur aus kann Musik die Empfindungen beeinflussen, die wir in verschiedenen Momenten des Lebens haben. Zum Beispiel beim Filmschauen. Die Soundtracks werden sorgfältig ausgewählt, damit wir die Emotionen der Filmszene ganzheitlich aufnehmen: Sei es eine traurige, glückliche, schaurige oder eine Actionszene. 

Im wirklichen Leben ist das ähnlich. Deshalb legen wir beim Sport hektische Musik, beim Lernen ruhige Musik und bei bestimmten Aktivitäten sogar spezifische Lieder auf, wie es zum Beispiel beim Meditieren der Fall ist. 

Genau darin liegt das Ziel der Musiktherapie. Sie behandelt das emotionale, körperliche und soziale Befinden von Patient*innen. Bei Menschen aller Altersgruppen konnte sich Musiktherapie als wirksam erweisen. 

Sie zielt darauf ab, Gedächtnis sowie Kommunikation zu fördern und sogar physische Schmerzen zu lindern. Auch wird Musik dazu genutzt, um den Geist, die mentale Gesundheit und damit das allgemeine Wohlbefinden der Patient*innen zu verbessern. 

Was wird in einer Musiktherapie-Sitzung gemacht?  

In Musiktherapie-Sitzungen wird die Interaktion zwischen den Patient*innen und der Musik auf verschiedenen Wegen gefördert. Zum Beispiel durch die eigenständige Komposition eines Liedes, durch körperliche Bewegung (Tanz), durch Singen oder durch das Reagieren auf musikalische Reize.

Die Sitzungen können zwischen 30 Minuten und einer Stunde lang sein. Wie oft man eine Sitzung besucht, hängt von den Bedürfnissen der einzelnen Patient*innen ab. Jedoch können die Sitzungen insgesamt ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt werden. Das Ziel ist es, den Glückshormonspiegel (der durch die Interaktion mit der Musik ausgelöst wird) zu erhöhen.  

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist bruce-mars-DBGwy7s3QY0-unsplash-1024x683.jpg
Wenn Musik unsere Stimmung beeinflusst

Aber aufgepasst! 

Musiktherapie ist viel mehr als nur Musikhören. Daher muss jede Übung von einer qualifizierten Fachkraft angeordnet und durchgeführt werden. Oft kann ein bestimmter Klang am Ende einen gegenteiligen Effekt hervorrufen. Dies liegt z.B. bei Patient*innen mit Epilepsie vor, wenn sie elektronische Musik hören.

Hier findest du eine Liste von zertifizierten Fachleuten, die in verschiedenen Regionen Deutschlands kontaktiert werden können.

Und wie kann man Musiktherapie bei der Behandlung von Depressionen und Angstzuständen einsetzen? 

Mehrere Studien weisen auf die positive Wirkung von Musiktherapie bei Depressionen hin. Die Schallwellen (der Musik) dringen von den Ohren aus in das limbische System unseres Gehirns (der Teil, der für unsere Emotionen verantwortlich ist 😊). 

Infolge werden Endorphine und Hormone ausgeschüttet, die eine deutliche Steigerung des Selbstwertgefühls bewirken, wodurch die Symptome von Depression reduziert werden können. 

Neben des positiven Effekts auf Depressionen bietet Musiktherapie Patient*innen zahlreiche weitere Vorteile für die Gesundheit und das individuelle Wohlbefinden, darunter:

  • ein Reduktion von Angstzuständen
  • eine Verbesserung des Gedächtnis
  • die Linderung von Kopfschmerze 
  • einen kontrollierten Blutdruck
  • eine verbesserte Atmungskontrolle

In Deutschland wird Musiktherapie seit 1940 eingesetzt. Laut dem Berufsverband der Musiktherapeut*innen in Deutschland veröffentlichte Franz Adalbert Fengler ab diesem Zeitpunkt die ersten deutschen Artikel über Musiktherapie. 

Die Studie fand Zuspruch und wurde später in einen Universitätslehrgang umgewandelt. Die Hochschule Heidelberg ist nur eine der Institutionen, die die Ausbildung zum Musiktherapeut*zur Musiktherapeutin anbietet. 

Erfolgsfälle von Musiktherapie

Alive Inside bringt spannende Interviews, die zeigen, wie Musik die Menschen rund um den Globus heilt. Ein Blick in den Film lohnt sich.

Musiktherapie stellt eine exzellente Behandlung von psychischen wie physischen Beschwerden dar und kann in Kombination mit anderen Verhaltensweisen zu positiven Veränderungen der Gesundheit führen. 

Im Online-Magazin der Plattform WirHelfen.eu erfährst du, um welche Einstellungen es sich handelt, wie du sie im Alltag nutzen kannst und erhältst zudem praktische Anwendungstipps.  

Über die Autorin

Pamella Davis ist Brasilianerin und lebt in Frankreich. Sie liebt internationale Kommunikation und begeistert sich für Kulturen. Sie hat eine Leidenschaft für sozialen Medien, besonders Instagram, wo sie über Sprachen und das Leben im Ausland schreibt.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1-150x150.jpg

Pin It on Pinterest

Share This