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Das Verbreiten von Falschinformationen („Fake News“), Hassrede und Mobbing sind schon lange Alltag auf Social Media wie TikTok, Instagram, WhatsApp usw. Allerdings wissen nur wenige Jugendliche über den richtigen Umgang damit Bescheid. Genau da setzt der Verein BewusstSchein mit seinen Angeboten an: einem Social Media-Führerschein mit zugehörigen Seminaren. Das erklärte Ziel: Medienkompetenz bei Jugendlichen zu fördern.

Laut einer Studie der ARD verbringen Jugendliche ab 14 Jahren im Durchschnitt 136 Minuten am Tag online, 60 % davon auf Social Media. Gerade im Jugendalter sind viele anfällig für Mobbing oder vergleichen sich zu sehr mit anderen im Internet. Das kann schnell die mentale Gesundheit beeinflussen. Besonders Eltern haben Schwierigkeiten, eine digitale Jugend nachvollziehen zu können.

Vermindertes Selbstbewusstsein und den Druck, sich zu vergleichen, verspüren viele junge Menschen. Wie sich das anfühlt, beschreiben junge Studierende im folgenden Kurzfilm:

Trotzdem sind Soziale Medien aus dem Alltag nicht wegzudenken. Jugendliche sind durch sie mit ihren Freund*innen im Kontakt oder informieren sich so über das Weltgeschehen. Deshalb möchte BewusstSchein Jugendlichen zu einer besseren digitalen Medienkompetenz verhelfen. Dafür hat der Verein den Social Media-Führerschein “BewusstSchein“ entwickelt, den es auf dessen Website gibt.

Für einen Unkostenbeitrag werden Jugendliche auf 60 DIN-A6-Karten in die Welt der sozialen Medien geführt. Dabei benutzt der Social Media-Führerschein anregende Fragen zu Netiquette, interaktive QR-Codes, und am Ende kann optional sogar eine Führerscheinprüfung abgelegt werden. So lernen die Jugendlichen einen gesunden Umgang mit den sozialen Medien.

Seminare zu Medienkompetenz für Jugendliche in Bildungseinrichtungen

Zusätzlich zum Social Media-Führerschein bietet BewusstSchein auch Workshops für Schulen und Bildungseinrichtungen an. Diese können zum Basismodul Medienkompetenz aus sieben weiteren Vertiefungsmodulen auswählen: Datenschutz & Privatsphäre, Algorithmen & Sucht, Fake News & digitales Informieren, Cybermobbing & Hate, Rechte auf Social Media, Selbstliebe trotz und mit Social Media und Vertiefung der eigenen Reflexion.

Auch in Schulen sind Social Media und Privatsphäre in den sozialen Medien ein großes Thema. Vielen Lehrer*innen fehlt das Fachwissen, um über schwierige Themen in den sozialen Medien zu sprechen. Gleichzeitig nehmen Jugendliche ihre Lehrpersonen oft nicht ernst.  In den Seminaren von BewusstSchein ist das deutlich einfacher. Kinder und Jugendliche bekommen von Menschen in einem ähnlichen Alter vertieftes Wissen zum richtigen Umgang mit sozialen Medien.

Für ihr Konzept haben die Gründerinnen von BewusstSchein sogar ein Stipendium des bekannten Fördervereins startsocial verliehen bekommen. Mehr Infos zu ihrer Mission Medienkompetenz für Jugendliche und den Workshops findest du auf bewusstschein.de.

BewusstSchein: Führerschein für Jugendliche im Umgang mit Instagram, TikTok und Co. Smartphone als ständiger Begleiter.

Die Studie der ARD zeigt auch, dass viele Jugendliche unter 14 Jahren bereits mit sozialen Medien in Kontakt kommen. Nicht selten laufen schon Kinder in Grundschulen mit einem eigenen Smartphone über den Schulhof. Deshalb setzt BewusstSchein die Workshops für 10- bis 20-Jährige an.

Neben den gebührenfinanzierten Workshops klärt der Verein auch auf seinem Instagram-Kanal zu verschiedenen Themen auf. Gerade wenn es um Hate Speech und Cyber Mobbing geht, sind online angebotene Informationen wichtig.

Auf sozialen Medien unterwegs zu sein, ist für unsere Kinder Alltag. Also lasst uns Vereine wie BewusstSchein unterstützen. Damit sorgen wir dafür, dass Weiterbildungen in Sachen Medienkompetenz für junge Menschen zugänglicher werden. Je früher sie einen verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit Social Media lernen, desto besser. Und auch Erwachsene lernen in dem Bereich nie aus.

Quelle: ARD Studie

Fotos: www.unsplash.com

Lilli von Stengel

Lilli von Stengel

Nach einem Exkurs in die Welt der Social Businesses hat es Lilli noch einmal an die Universität gezogen, wo sie Literatur- und Kulturwissenschaften studiert. Als Linguistin mit Spezialisierung in politischer Sprache und kognitiven Prozessen schreibt sie am liebsten über politische Themen, Nachhaltigkeit oder guckt mit ihrem kritischen Auge, wie wir die Welt besser machen können.

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